Die Idee
Keynes sagte voraus, dass der Motor des Kapitalismus – der Trieb nach Gelderwerb und die Liebe zum Geld – in einer gesättigten Welt seine soziale Billigung verlieren und somit zum Erliegen kommen würde. Der Kapitalismus schafft sich also quasi selbst ab.
Auch Adam Smith nahm an, dass das in uns innewohnende Bedürfnis nach Verbesserung irgendwann an Grenzen stoßen würde. Trotzdem ist der Mensch selbst in der heutigen Zeit des Überflusses aber nicht fähig, seine Lage zu genießen.
„Geiz ist ein Laster, Wucherzinsen ein Vergehen, die Liebe zum Geld verächtlich – und diejenigen, die sich kaum oder nicht um die Zukunft sorgen, wandeln tugendhaft und in Weisheit.“
John Maynard KeynesDiesen Zustand bezeichnete Frank Ramsey, ein guter Freund Keynes', als
BLISS – „Glückseligkeit"
Er prognostizierte das Jahr 2030 als Jahr der Erreichung des Bliss-Zustands.
An sich ist Glück ein gutes Ziel, da – wie schon Mihaly Csikszentmihalyi bemerkte – Glück um seiner selbst Willen angestrebt wird, während jedes andere Ziel nur geschätzt wird, weil man erwartet, dass es glücklich macht. Im Gegensatz zum stichtagsbezogenen Glück ist Glückseligkeit eine Stromgröße – das Level über meine noch verbleibende Lebenszeit.